Appell an Bundesrat

Bürgerinitiativen gegen CO2-Verpressung und Kohleverstromung:
Atomausstieg darf nicht zu mehr Kohleverstromung und CCS führen!

Alles wissenschaftliche und finanzielle Potential muß auf den Aufbau eines dezentralen

Erneuerbaren Energiesystems ausgerichtet werden!

Unterstützen Sie den Appell an Bundesrat und Bundespräsident!

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Hinweis:

Variante 1: ausdrucken - unterzeichnen und an:

Bürgerinitiative Kein CO2 Endlager Altmark
Postfach 13 16
39633 Gardelegen

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CCS (Carbon, Capture and Storage)

bedeutet die Abscheidung von klimaschädlichem Kohlendioxid (CO2) aus dem Rauchgas der fossilen Brennstoffe und der unterirdischen Endlagerung in den salzwasserführenden Gesteinsschichten. Mit dieser Technik wird versucht, dem größten CO2-Emittenten, der Braunkohleverstromung, einen grünen Anstrich zu geben. Für den Energiekonzern Vattenfall ist CCS das Einfallstor für den Aufschluss weiterer Braunkohle-Tagebaue in der Lausitz und die Legitimation für die Abbaggerung und Vernichtung weiterer Dörfer.

Wer profitiert: Vattenfall
Im Windschatten des Atomausstiegs sehen sich die Energiekonzerne gestärkt für eine Renaissance der Braunkohleverstromung. Unter dem Deckmantel des Klimaschutzes soll die eine Risikotechnologie durch die nächste, der CCS-Technologie, ersetzt werden.

Zwei CO2-Endlager sind in Ostbrandenburg zu Forschungszwecken geplant. Vom geplanten Kraftwerk in Jänschwalde sollen jährlich je 3 Millionen Tonnen verflüssigtes CO2 über Pipelines nach Neutrebbin und Beeskow transportiert und ab 1000 m Tiefe in die sogenannten salinen Aquifere verpresst werden. Bei der CO2-Abscheidung werden überhaupt nur 80 % erfasst, der Rest entweicht weiter in die Atmosphäre. Das gesamte CCS-Verfahren erfordert 30 % mehr Energie, das entspricht 30 % mehr Kohle.
Der Raubbau an der Natur wird unaufhaltsam weitergeführt!

Trinkwasserschäden sind Ewigkeitsschäden
Die salinen Aquifere sind mit extrem salzigem Wasser gesättigt, der sogenannten Sole. Ein Liter dieser Sole enthält bis zu 350 Gramm Salze/Liter; genug, um 1000 Liter Trinkwasser zu schädigen.

Das eingepresste flüssige CO2 verdrängt diese Sole. Jede Undichtigkeit in den Deckschichten würde dazu führen, dass die Sole und nachfolgend CO2 in obere, süßwasserführende Grundwasserleiter strömen und diese versalzen, versauern und mit Schadstoffen kontaminieren. Diese Schadstoffe werden gleich vom Kraftwerk mitgeliefert: bei der geforderten Reinheit des CO2 von 95 % bleiben 5 % Ungewissheit in Form von aggressiven Schwefelverbindungen, Schwermetallen oder z.B. Arsen.

Weitere bereits in den Erdschichten befindliche Schadstoffe werden direkt von der Sole mitgeführt oder vom CO2 aus den Gesteinsformationen ausgewaschen. Undichtigkeiten in den Deckschichten wie z.B. alte Bohrungen aus der Erdgas- bzw. Erdölsuche, vorhandene oder durch den hohen Injektionsdruck hervorgerufene Risse und Verwerfungen können keinen sicheren Verbleib dieser und der eingebrachten Stoffe garantieren.

Bei einem Entweichen des CO2 als Gas führt dieses ab einer Konzentration von 8 Vol. % zu einer tödlichen Gefahr durch Ersticken. CO2 ist schwerer als Luft und kann sich bodennah, insbesondere in Senken sammeln.

Risiko-Radius geht weit über Berlin hinaus
Laut einer Studie von Dr. Ralf Krupp über die Geologie Ostbrandenburgs reichen ausgehend von der Injektionsstelle die schädlichen Auswirkungen bis zu einer Entfernung von 100 km. Das bedeutet absolut die Gefährdung des Grundwassers und schließt das Risiko auch für die Trinkwasserversorgung für Berlin mit ein.

Leckage-Risiko nicht versicherbar
30 Jahre soll der Energieversorger die Haftung übernehmen, danach haftet das Land Brandenburg und somit WIR, die Steuerzahler. Tausende Jahre muß ein solches Endlager dicht sein. Das galt auch für das Atommüll-Endlager Asse 2. Nach weniger als 30 Jahren bricht dort Wasser ein. Eine Umlagerung der rostenden Fässer ist schon jetzt mit 4 Milliarden € kalkuliert.

Forschungsendlager sind nichts weiter als ein Experiment. Weil das Scheitern eines solchen Experiments nicht kalkulierbar ist, befindet ein Weltkonzern wie die Allianz Versicherung das Risiko einer Leckage auf so lange Zeiträume als nicht versicherbar.

Es gibt in Deutschland nur ein weiteres Risiko, welches als nicht versicherbar gilt– der GAU eines Atomkraftwerkes.

Auch Forschungsendlager sind Endlager!
Es wird keine Akzeptanz für diese hoch risikobehaftete Technologie geben, weder als Demonstrationsprojekt für die darauf folgende Endlagerung in ganz Brandenburg, noch für den Exportschlager CCS, wie von Kanzlerin Merkel erträumt!

Keine CO2-Endlager! Weder hier noch anderswo!

 

„Gemeinsam gegen Vattenfall & Co.“
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